Das Ziel für Morges in Brugg war klar. Nach der klaren Finalniederlage vom 3. Dezember 2011 in Fribourg waren die Waadtländer heiss auf die Revanche. Dabei trat Morges mit Menraid Kamel sowie Belorarfa Amigne mit zwei tunesischen Söldnern an.
Ganz anders präsentierte sich die personelle Situation bei den Einheimischen. Michael Iten weilte am prestigeträchtigen GP von Düsseldorf, während Martin Niedlispach, Cyrill Grossklaus und Raphael De Moliner verletzungsbedingt fehlten.
Dennoch verlief der Auftakt für den Gastgeber nach Plan. Der 17-jährige Michael Kistler sorgte mit einem Ippon-Sieg für die Brugger Führung, doch dann gewann Morges drei Kämpfe in Folge. Patrik Moser liess mit seinem Sieg die Aargauer wieder hoffen, doch die Gäste machten im zweitletzten Kampf vorzeitig alles klar zum 6:8-Endstand. «Nach zuletzt 5 Schweizer Meistertiteln in Folge sind wir natürlich die Gejagten. Das war ein harter Kampf, wobei es uns bisher nicht optimal gelaufen ist», sagte Brugg-Trainer Daniel Kistler. In der Rückrunde vermochte Brugg zu reagieren. Trotz einer aufgeheizten Stimmung blieben die Brugger ruhig und liessen sich nicht aus der Ruhe bringen.
Revanche geglückt
Kistler vermochte mit Severin Lüthi den Schweizer Vize-Meister zu bezwingen. Benar Baltisberger erkämpfte sich ein Unentschieden, während Damian Waser mit einem Ippon glänzte. Mit zwei Siegen gelang Morges jedoch der Ausgleich. Folglich mussten die beiden letzten Kämpfe entscheiden. Gabriel Grossklaus legte vor und Damian Waser machte nach knapp 50 Sekunden zum 9:5 alles klar.
Titelverteidigung ist das Ziel
«Nach der Niederlage in der Vorrunde brauchte ich mein Team nicht mehr zu motivieren und wir haben eine tolle Reaktion gezeigt», kommentierte Trainer Kistler weiter. «Unser Ziel ist die Titelverteidigung und dafür trainieren wir bis zu zweimal täglich», betonte der Coach. Mit seinen beiden Siegen stellte Michael Kistler seine Ambitionen klar unter Beweis. Waser gab nach seiner einjährigen Verletzungspause ein gelungenes Comeback. Die Zuschauer kamen in den Genuss von hochstehendem Judosport zweier Schweizer Spitzenteams, welche im Dezember am Finaltag in Moutier wieder aufeinandertreffen dürften.