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Aktualisiert am 22.02.12, um 07:56 von Ruedi Kuhn
 

Komornicki erhält beim FC Wohlen einen Garantieschein

Mit Ryszard Komornicki soll es in Wohlen nach oben gehen. Alexander Wagner
Ob gute oder schlechte Zeiten – der FC Wohlen will am neuen Trainer festhalten. Ryszard Komornicki habe, so heisst es, in den nächsten fünfzehn Spielen das «absolute Vertrauen» der Klub-Verantwortlichen. von Ruedi Kuhn
 

Urs «Longo» Schönenberger, Adrian Kunz und jetzt Ryszard Komornicki: Ist beim FC Wohlen der zweite Trainerwechsel in dieser Saison auch der letzte? Oder droht dem Polen nach zwei Niederlagen am nächsten Sonntag in Chiasso und im Derby vom übernächsten Montag gegen den FC Aarau bereits die Entlassung?

Der Challenge-League-Verantwortliche René Meier gibt Entwarnung und sagt: «Für Herrn Komornicki lege ich nicht nur die Hände, sondern auch die Füsse ins Feuer. Er hat in den nächsten fünfzehn Spielen unser absolutes Vertrauen. Entweder wir schaffen mit ihm den Ligaerhalt oder wir steigen ab.»

«Ende Saison wird abgerechnet»

Mal schauen, ob den klaren Worten Meiers auch Taten folgen. Komornicki selbst kennt die Gesetzmässigkeiten des Profifussballs. Wenn die Resultate stimmen, ist alles gut. Wenn die Resultate nicht stimmen, ist alles schlecht. Der Pole konzentriert sich deshalb einzig und allein auf seine Aufgabe und schaut nach eigener Aussage von Spiel zu Spiel. «Eigentlich ist alles einfach», sagt der 52-Jährige. «Ende Saison wird abgerechnet.

Wollen wir den Ligaerhalt schaffen, steht der Teamgeist an oberster Stelle. Trainer, Spieler und Funktionäre können die Herausforderung nur gemeinsam meistern.» Dass Komornicki den FC Wohlen aus seiner anderthalbjährigen Trainertätigkeit Ende der 1990er-Jahre kennt, ist sicherlich kein Nachteil.

Mit Präsident Andy Wyder verbindet ihn seit dieser Zeit ein kollegiales Verhältnis. Eines steht fest: Was das Sportliche betrifft, schaut Komornicki weder nach links noch nach rechts. Er geht seinen eigenen Weg. Und zwar ohne Wenn und Aber.

Druck auf den kleinen Verein

Zehn Jahre ist der FC Wohlen bereits in der Challenge League. Mit der Reduktion von 16 auf 10 Mannschaften ist der Druck auf den kleinen Verein aus der Provinz höher denn je.

Dass die Freiämter ausgerechnet in der «Todessaison» in eine Negativspirale geraten sind, ist untypisch und macht die Sache äusserst schwierig. Es ist verständlich, dass den Verantwortlichen jedes Mittel recht ist, um die Relegation in die neu geschaffene 1. Liga Promotion zu vermeiden.

Existenzen stehen auf dem Spiel

Im zähen Ringen um den Verbleib in der zweithöchsten Spielklasse stehen viele Existenzen auf dem Spiel. Bei einer Relegation müsste das Budget für die erste Mannschaft von rund 2 Millionen auf weit unter 1 Million gesenkt werden. Der Profibetrieb der ersten Mannschaft wäre nicht mehr finanzierbar.

Das sollten sich vor allem die Spieler hinter die Ohren schreiben. Im Endeffekt geht es um ihre Zukunft.

(az)
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